Wie findet man eigentlich Tenbagger – also Aktien, die sich verzehnfachen können? Simon von Top Secret Stocks verrät im Investor Stories Podcast, nach welchen Kriterien er Verzehnfacher identifiziert – von riesigen Märkten über disruptive Technologien bis hin zum richtigen Mindset für hohe Volatilität.
Shownotes zum Talk mit Simon von Top Secret Stocks
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Zusammenfassung des Interview mit Simon von Top Secret Stocks
In der neuen Folge des Investor Stories Podcasts war Simon von Top Secret Stocks zu Gast. Der 34-jährige Lehrer aus Stuttgart lebt aktuell in Taipeh (Taiwan) und investiert seit rund acht Jahren an der Börse. Was als klassischer ETF-Start begann, entwickelte sich über den SPAC-Hype 2020 hin zu einer klaren Spezialisierung: hochskalierbare Wachstumsaktien mit Tenbagger-Potenzial. Heute teilt Simon seine Analysen und Investmentideen mit großer Leidenschaft auf Social Media – immer mit einem klaren Fokus auf disruptive Geschäftsmodelle.
Wie findet man eigentlich Tenbagger?
1. Große Vision, riesiger Markt
Für Simon beginnt alles mit dem Total Addressable Market (TAM). Tenbagger entstehen selten in Nischenmärkten. Entscheidend ist, dass ein Unternehmen in einem Markt agiert, der:
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riesiges Volumen bietet
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strukturelles Wachstum aufweist
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im Idealfall global skalierbar ist
Beispielhaft nennt er Unternehmen wie AST SpaceMobile – Firmen, die das Potenzial haben, ganze Industrien zu verändern. Ohne einen ausreichend großen Markt ist eine Verzehnfachung langfristig kaum realistisch.
2. Disruptive Technologie als Burggraben
Ein zentrales Kriterium ist eine einzigartige Technologie oder ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Tenbagger-Kandidaten brauchen:
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ein Produkt, das deutlich besser oder günstiger ist als bestehende Lösungen
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technologische Eintrittsbarrieren
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einen Vorsprung, der nicht leicht kopierbar ist
Innovation allein reicht jedoch nicht. Entscheidend ist, ob daraus ein nachhaltiger Burggraben entstehen kann.
3. Starkes Management mit klarer Vision
Gerade bei spekulativen Wachstumsunternehmen ist das Management entscheidend.
Simon achtet besonders auf:
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klare Kommunikation der Strategie
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realistische, aber ambitionierte Ziele
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hohe Eigenbeteiligung des Managements
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glaubwürdige Execution in der Vergangenheit
Bei frühen Wachstumsfirmen investiert man weniger in aktuelle Gewinne – sondern stärker in die Fähigkeiten des Teams.
4. Solide Finanzierung – Überlebensfähigkeit sichern
Viele Wachstumsaktien scheitern nicht an der Idee, sondern am Kapitalbedarf.
Deshalb prüft Simon:
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Wie hoch ist der Cash-Bestand?
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Wie lange reicht die Finanzierung?
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Wie hoch ist die Verwässerungsgefahr?
Ein Tenbagger muss genug finanziellen Atem haben, um mehrere Jahre Wachstum finanzieren zu können – besonders in einem schwierigen Marktumfeld.
5. Hohe Volatilität aushalten können
Tenbagger fühlen sich selten komfortabel an.
Diese Aktien:
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sind oft stark schwankungsanfällig
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werden medial gehypt – und wieder abgeschrieben
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können zwischenzeitlich 50–70 % verlieren
Wer hier investiert, braucht Überzeugung und Geduld. Simon betont, wie wichtig es ist, sich intensiv mit dem Unternehmen auseinanderzusetzen – etwa durch Investorenpräsentationen, Earnings Calls und Detailanalysen. Nur wer das Geschäftsmodell wirklich versteht, hält starke Schwankungen auch emotional aus.
6. Konzentration statt Überdiversifikation
Ein weiterer Punkt: Wer auf echte Outperformance setzt, muss bereit sein, gezielt Schwerpunkte zu setzen.
Zu viele kleine Positionen verwässern die Wirkung eines Tenbaggers im Depot. Gleichzeitig sollte das Risiko bewusst gesteuert werden – etwa durch Positionsgrößen und klare Investmentthesen.
Fazit: Tenbagger entstehen nicht zufällig
Ein Tenbagger ist kein Glückstreffer, sondern das Ergebnis aus:
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großem adressierbarem Markt
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disruptiver Technologie
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starkem Management
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ausreichender Finanzierung
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langfristiger Überzeugung
Simon zeigt eindrucksvoll, dass Leidenschaft für Analyse, Detailarbeit und strategisches Denken entscheidend sind, um solche Chancen frühzeitig zu erkennen.
Denn am Ende gilt:
Die besten Renditen entstehen dort, wo Vision, Geduld und Überzeugung aufeinandertreffen.