Vom P2P-Investor zum Plattform-Gründer

Vom P2P-Investor zum Plattform-Gründer Income Kimmo Rytkönen Investor Stories Interview

Wie wird man vom frustrierten P2P-Anleger zum Gründer einer eigenen Kreditplattform? Kimmo Rytkönen verrät in dieser Folge, welche Fehler ihn geprägt haben, welche Lücken er im Markt sah und wie daraus Income entstand. Mit Income ist das Ziel sicherere Rendite starke Privatkredite anzubieten, die für alle Seiten einen Gewinn darstellen.


Shownotes zum Interview

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Kimmo Rytkönen, Gründer der estnischen Kreditplattform Income, gehört zu den erfahreneren Köpfen der europäischen P2P-Lending-Szene. Bevor er selbst Unternehmer wurde, war er viele Jahre privater Investor, arbeitete in verschiedenen Finanzunternehmen und lernte dabei sowohl die Chancen als auch die strukturellen Schwächen des Marktes kennen. Genau diese Erfahrungen führten ihn schließlich dazu, eine Plattform aufzubauen, die aus seiner Sicht jene Probleme löst, die ihn als Investor selbst jahrelang gestört hatten.

Vom frühen Investor zum Gründer

Kimmo begann schon früh mit Investitionen in P2P-Kredite und erlebte mehrere Marktzyklen, inklusive Plattformpleiten, problematischen Kreditvermittlern und unzureichenden Sicherheiten. Diese Lernkurve prägte ihn so stark, dass er irgendwann entschied: „Das müsste man besser machen.“
Mit Income entwickelte er anschließend eine Plattform, die sich darauf fokussiert, Risiken möglichst transparent darzustellen und Investoren eine stabilere Struktur zu bieten als viele klassische P2P-Anbieter.

Warum Income entstand

Im Gespräch wird deutlich, dass Income aus drei zentralen Beobachtungen heraus entstanden ist:

  1. Viele Plattformen verlassen sich auf Rückkaufversprechen, die jedoch kaum echte Substanz besitzen. Kimmo erlebte selbst, wie solche Versprechen in Krisensituationen wertlos wurden.

  2. Das Risiko von Kreditgebern (Loan Originators) wird oft unterschätzt. Die Bonität der Endkreditnehmer ist nur ein Teil der Wahrheit – fällt der Vermittler aus, bricht meist die gesamte Struktur zusammen.

  3. Investoren brauchen Mechanismen, die auch in Stressphasen funktionieren. Genau darauf zielt das Modell von Income ab.

Die Strategie von Income

Income setzt nicht primär auf traditionelle Rückkaufgarantien, sondern auf ein Sichterheiten-basiertes Absicherungsmodell. Jeder Kreditgeber muss strukturierte Sicherheiten hinterlegen, die im Fall eines Ausfalls genutzt werden können, um Investoren zu entschädigen.
Das Ziel: Verluste so weit wie möglich minimieren, auch wenn ein Loan Originator in Schieflage gerät.

Zudem prüft das Team von Income jeden Kreditgeber intensiv und überwacht die Geschäftskennzahlen laufend. Kimmo betont, dass die Branche gesünder wird, wenn Plattformen mehr Verantwortung übernehmen und transparenter kommunizieren.

Renditen und Risikoprofil

Trotz der konservativeren Struktur bewegt sich Income weiterhin im attraktiven Renditebereich des P2P-Marktes. Zweistellige Zinsen sind möglich, allerdings mit einem klaren Fokus auf solide Kreditgeber, umfangreiche Sicherheiten und nachvollziehbare Risikoprüfungen.
Kimmo argumentiert, dass nachhaltige Renditen nur erreichbar sind, wenn Risiken seriös gemanagt werden – nicht durch aggressives Marketing oder künstliche Versprechen.

Ausblick

Kimmo sieht den Markt langfristig als Wachstumsfeld, erwartet aber auch stärkere Regulierungen und mehr Professionalisierung. Sein Anspruch ist es, Income als Plattform zu etablieren, die Investoren Sicherheit, Transparenz und realistische Renditen bietet – ohne die Fehler, die er selbst als Investor mehrfach erlebt hat.