Vom Dotcom-Crash zum systematischen Börsenerfolg

Vom Dotcom-Crash zum systematischen Börsenerfolg Philipp Traub Investor Stories Podcast Interview

Vom Börsenboom der 90er über den Dotcom-Crash bis hin zu einer professionellen Karriere als Trader: Philipp Traub erzählt, welche Fehler ihn geprägt haben und warum er heute mit einem systematischen Trendfolge- und Momentumansatz erfolgreich investiert. Eine spannende Folge über Disziplin, Risikomanagement und die Kraft klarer Regeln an der Börse.

Shownotes zum Talk mit Philipp Traub

Webseite von Philipp

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Zusammenfassung des Interviews mit Philipp Traub

Philipp Traub ist seit über 30 Jahren an der Börse aktiv und blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück. Der gebürtige Würzburger arbeitete rund 20 Jahre als Trader in verschiedenen Banken und verwaltet heute mehrere erfolgreiche Wikifolios. Seine Anlagestrategie basiert dabei nicht auf Bauchgefühl oder Marktmeinungen, sondern auf einem klaren, regelbasierten System.

Die harten Lektionen des Dotcom-Crashs

Wie viele Anleger seiner Generation kam Philipp Traub Mitte der 1990er-Jahre erstmals mit Aktien in Berührung. Die Euphorie rund um den Neuen Markt sorgte dafür, dass die Kurse scheinbar nur eine Richtung kannten: nach oben. Entsprechend fehlten ihm damals wichtige Grundlagen wie Risikomanagement oder Stop-Loss-Regeln.

Der anschließende Dotcom-Crash wurde zur schmerzhaften, aber wertvollen Lektion. Über Jahre fallende Kurse zeigten ihm, dass langfristiger Börsenerfolg nicht durch Hoffnung und Nachkäufe entsteht, sondern durch konsequentes Risikomanagement und klare Regeln.

Quereinstieg in die Bankenwelt

Eigentlich wollte Philipp ursprünglich Architektur studieren. Doch seine Leidenschaft für die Börse führte ihn auf einen anderen Weg. Als Quereinsteiger schaffte er den Einstieg in die Finanzbranche und arbeitete viele Jahre als professioneller Trader. Dort handelte er unter anderem Optionsstrategien und erhielt tiefe Einblicke in die Arbeitsweise institutioneller Investoren und Fondsmanager.

Diese Erfahrungen prägen seine Sicht auf die Kapitalmärkte bis heute.

Warum er heute auf Trendfolge und Momentum setzt

Nach vielen Jahren an den Märkten entwickelte Philipp einen Ansatz, der Emotionen weitgehend ausschließt. Seine heutigen Wikifolios folgen einem systematischen Trendfolge- und Momentum-Modell. Ein Algorithmus analysiert regelmäßig die Märkte und identifiziert die aktuell stärksten Aktien.

Dabei spielt es für ihn keine Rolle, aus welcher Branche die Unternehmen stammen oder welche persönliche Meinung er zu ihnen hat. Entscheidend ist allein, ob die Daten und Regeln seines Systems ein Kaufsignal liefern. Genau diese Disziplin sieht er als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren für langfristig erfolgreiche Anleger.

Die wichtigste Erkenntnis: Weniger Bauchgefühl, mehr Struktur

Rückblickend bezeichnet Philipp nicht einzelne Börsengewinne als seinen größten Erfolg. Viel wichtiger war für ihn die Entwicklung vom emotionalen Anleger hin zum disziplinierten, regelbasierten Investor.

Seine Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltiger Anlageerfolg selten durch spektakuläre Einzelentscheidungen entsteht. Stattdessen sind es klare Prozesse, konsequentes Risikomanagement und die Fähigkeit, Emotionen aus dem Investmentprozess zu entfernen, die langfristig den Unterschied machen.